Förderung

Qualifizierungschancengesetz

Im Zuge der Weiterbildungsoffensive wurde am 01. Januar 2019 das Qualifizierungschancengesetz verabschiedet. Damit wird die „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) abgelöst bzw. erweitert. Mit dem Qualifizierungschancengesetz sollen mehr Möglichkeiten für Arbeitgeber geschaffen werden, die Weiterbildung von Arbeitnehmern fördern zu lassen. Die Zielgruppe wurde erweitert. Insgesamt wurden drei verschiedene Themenfelder mit dem Einsetzen des Qualifizierungschancengesetzes verändert.

Vor dem Erlassen des Qualifizierungschancengesetzes wurden lediglich Anpassungsqualifizierungen gefördert. Dies wurde nun geändert.
Mit dem Qualifizierungschancengesetz können Weiterbildungen gefördert werden, die zusätzliche Qualifikationen ermöglichen. Dadurch können Arbeitnehmer dauerhaft auf die Entwicklungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Es geht nicht länger um eine kurzfristige Anpassung an die aktuelle Arbeitssituation, sondern um die Möglichkeit, langfristig in die Zukunft zu blicken. Mit einer Weiterbildung und dem Erlangen einer Zusatzqualifikation können Arbeitnehmer so länger ihren Beruf ausüben.

 

Förderung der Agentur für Arbeit

 

Die Weiterbildungen, die im Qualifizierungschancengesetz inbegriffen sind, werden von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Das bedeutet, dass hier eine neue Möglichkeit für Beschäftigte geschaffen wurde, um diese zu fördern. Vor dem 01. Januar 2019 war es kaum möglich, eine Förderung für eine außerbetriebliche Weiterbildung zu erhalten. Doch mit dem Qualifizierungschancengesetz hat sich das geändert. Nun können Arbeitnehmer unabhängig von Lebensalter oder Unternehmensgröße darauf hoffen, beim Thema Weiterbildungen Zuschüsse zu erhalten.

Meister - BAföG

Das "Meister-BAföG" unterstützt die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell und erleichtert die Gründung von Existenzen. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung - grundsätzlich in allen Berufsbereichen und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird. Eine Altersgrenze besteht nicht. Es wird jede Aufstiegsfortbildung gefördert, auch wenn der Antragsteller schon eine Fortbildung hatte. Sie können also auch weitere Abschlüsse wie Fachwirt, Fachkaufmann oder Meisterbrief erwerben. Ein hoher Anteil der Lehrgangskosten wird erlassen, wenn die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden wurde. Zudem werden die Kosten für ein Prüfungsstück übernommen. Für Vollzeit - Lehrgänge gibt es Unterhaltsbeiträge und Unterhaltszuschläge für Kinder sowie einen Kinderbetreuungszuschuss für Alleinerziehende. Wenn sich der Antragsteller nach erfolgreichem Abschluss selbständig macht, können ihm bis zu 66% aller Lehrgangs- und Prüfungskosten erlassen werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:


Bildungsschecks

 Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds Zuwendungen für die Teilnahme von Beschäftigten an Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung.

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern können für ihre Beschäftigten Förderungen in Form von Bildungschecks beantragen. Die Ansprüche aus diesen Bildungsschecks werden an geeignete externe Dienstleister abgetreten. Die externen Dienstleister können diesen Anspruch nach Durchführung der Weiterbildungsmaßnahme gegenüber der GSA geltend machen.

Gefördert werden grundsätzlich bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Für den Fall, dass eine Förderung nach der De-minimis-Regelung erfolgt, kann der Fördersatz bis zu 75 Prozent betragen.

Das Antragsverfahren wird über die Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung mbH (GSA) abgewickelt.

Gerne beraten wir Sie und übernehmen bei einer geplanten Beantragung die Formalitäten.


Bildungsprämie

Einen Prämiengutschein können Sie erhalten, wenn Sie erwerbstätig sind und Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 Euro (oder 40.000 Euro bei Zusammenveranlagung) nicht übersteigt. Auch Mütter und Väter in Elternzeit können einen Prämiengutschein erhalten. Mit dem Prämiengutschein werden 50% der Weiterbildungskosten übernommen, maximal jedoch 500 Euro. Sie können den Prämiengutschein nach einem Beratungsgespräch in einer der bundesweit 600 Beratungsstellen erhalten. Anschließend können Sie ihn mit der Anmeldung beim Bildungsträger abgeben. Wer einen Prämiengutschein beantragen möchte, sollte zunächst ein konkretes Weiterbildungsangebot suchen. Gern unterstützen wir Sie dabei.


Bildungsgutscheine

Zur Verbesserung der Vermittlungschancen ist es möglich, durch die Arbeitsagenturen bzw. Jobcenter einen Bildungsgutschein zu erhalten. Die Teilnahme muss notwendig sein, um einen Arbeitssuchenden beruflich einzugliedern, eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, oder weil die Notwendigkeit einer Weiterbildung wegen fehlendem Berufsabschluss anerkannt wird. Somit werden Maßnahmen gefördert, die einen dauerhaften Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. Vorab werden in einem persönlichen Gespräch bei den Agenturen oder Jobcentern Qualifikationsdefizite ermittelt und weitere Fördervoraussetzungen geklärt. Ausführliche Informationen über Fördervoraussetzungen erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch mit Ihrem Arbeitsvermittler. Bei der Suche nach einer passenden Weiterbildungs- bzw. Ausbildungsmaßnahme sind wir Ihnen gerne behilflich.



 

 

 

 

 

 

 

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