Berufsorientierung für Flüchtlinge

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

 

Geflüchtete und Zugewanderte mit Unterstützungsbedarf werden im Rahmen einer intensiven, bis zu 26-wöchigen Berufsorientierung und -vorbereitung schrittweise auf eine Berufsausbildung vorbereitet und dabei kontinuierlich begleitet.

 

Mit der „Berufsorientierung für Flüchtlinge – BOF“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) werden junge nicht mehr schulpflichtige Geflüchtete und Zugewanderte mit Unterstützungsbedarf auf ihrem Weg in eine Ausbildung unterstützt. Während der BOF-Kurse lernen die Teilnehmenden Fachsprache und Fachkenntnisse für den angestrebten Ausbildungsberuf und werden von einer Begleiterin oder einem Begleiter individuell unterstützt. BOF-Kurse finden in Lehrwerkstätten und Betrieben statt.

 

Voraussetzungen

 

  • Asylbewerber*innen, Geduldete mit Arbeitsmarktzugang, Asylberechtigte, anerkannte Geflüchtete
  • Zugewanderte mit besonderem Förder- und Sprachunterstützungsbedarf
  • Vollschulzeitpflicht erfüllt
  • Sprachkenntnisse i.d.R. mindestens B1
  • I.d.R. Integrationskurs oder vergleichbare Maßnahme absolviert

Werkstatttage zur Orientierung und Vorbereitung auf eine Ausbildung

 

Die Werkstatttage finden in den Werkstätten und Praxisräumen im BZW statt. Nach dem Kennenlernen verschiedener Berufsfelder können die Teilnehmenden hier ein bis drei Ausbildungsberufe kennenlernen, in denen sie sich eine Ausbildung vorstellen können. Neun bis maximal 18 Wochen lang testen sie, ob die ausgewählten Berufe tatsächlich ihrer persönlichen Eignung und Neigung entsprechen.

 

Während der Werkstatttage erfahren sie außerdem mehr zu Aufbau und Inhalten der dualen Ausbildung in den gewählten Berufen und werden sprachlich und fachlich auf die Anforderungen der Berufsschule vorbereitet.

 

Integrierte Vermittlung berufsbezogener Sprach- und Fachkenntnisse

 

Die Vorbereitung auf die Berufsschule erfolgt mit einem ganzheitlichen Ansatz zur Vermittlung berufsbezogener Sprach- und Fachkenntnisse: sprachbewusster Fachunterricht und sprachbewusstes Arbeiten sind auch in der Werkstatt oder den Praxisräumen umzusetzen. Fachinhalte sind in den Sprachunterricht einzubringen.

 

In der anschließenden Betriebsphase werden die Fach- und Sprachkenntnisse im Arbeitsprozess weiter vertieft.

 

Betriebsphase zur Erprobung des Wunschberufs

 

Auf der Grundlage ihrer Erfahrungen während der Werkstatttage entscheiden sich die Teilnehmenden für einen Ausbildungsberuf, den sie während der Betriebsphase in einem Betrieb weiter testen. Hier wenden sie, vier bis maximal 8 Wochen lang, die zuvor erworbenen Kompetenzen in der betrieblichen Praxis an. Umgekehrt lernt der Betrieb die potenziellen Auszubildenden kennen.

 

Teilnahme in Teilzeit möglich

 

Die Teilnahme an BOF ist auch in Teilzeit möglich. Dadurch ist gewährleistet, dass beispielsweise auch junge Frauen und Männer, die Kinder zu betreuen haben, an BOF-Kursen teilnehmen können. Bei Bedarf erhalten sie Unterstützung bei der Organisation der Kinderbetreuung.

 

Gewinnung von Teilnehmenden und Betrieben

 

Für eine erfolgreiche Gewinnung von Teilnehmenden ist die Vernetzung mit relevanten Partnern in der Region sehr wichtig. Auf diese Weise können mehr junge Geflüchtete und Zugewanderte über Inhalte und Chancen der Teilnahme informiert werden. Damit ausreichend Betriebe für die Betriebsphase aber auch für eine anschließende Ausbildung zur Verfügung stehen, ist eine Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen und regionalen Branchenverbänden erforderlich.

 

Für die Gewinnung von Teilnehmenden und Betrieben können zusätzliche Mittel für bis zu einer halben Personalstelle beantragt werden.

 

Begleitung während der gesamten Maßnahme

 

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren von einer intensiven, individuell auf sie zugeschnittenen Begleitung. Von der Begleitung erhalten sie regelmäßige mündliche Feedbacks und schriftliche Dokumentationen zu ihren Lernfortschritten. Die Begleitung sorgt auch für die Vermittlung der Teilnehmenden in eine Ausbildung oder gegebenenfalls in eine weiterführende Maßnahme.
Ist ein direkter Übergang in eine Ausbildung nicht möglich, können die Teilnehmenden des BOF in einer weiterführenden Maßnahme (z.B. in einer Einstiegsqualifizierung) bis zum Beginn der Ausbildung weiter qualifiziert werden.

 

Kontakt

Projektleiter BOF
Tom Brüggert
03841 - 3265906

tbrueggert@gmail.com

 

 

Download
Flyer Berufsorientierung für Flüchtlinge
Infoflyer_BOF_2020.pdf
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Download
Infoflyer Englisch BOF
Infoflyer_BOF_2020_englisch.pdf
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